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Faire Mobilität Arbeitsmigration
Freitag, 13. Juli 2018 - 14:41

Odyssee durch den Dschungel des deutschen Sozialrechts

Der kroatische Bauarbeiter Mario Muzur (Name geändert) ist seit einem Sturz vom Baugerüst querschnittsgelähmt. Dreieinhalb Jahre kämpfte er für die Anerkennung seines Arbeitnehmerstatus und mit den Behörden. Ohne Unterstützung hätte er den Kampf wahrscheinlich verloren. Betriebsseelsorger Wolfgang Herrmann sieht den Fall als symptomatisch für die Situation im Baugewerbe.

Als sich Mario Muzur entschied auf einer deutschen Baustelle fern seiner Heimat zu arbeiten, war seine Frau mit dem zweiten Kind schwanger. Er wollte seiner Familie ein besseres Leben ermöglichen und entschied, als Bauarbeiter nach Deutschland zu gehen. Muzur war froh, in Süddeutschland schnell und unkompliziert Arbeit gefunden zu haben. Legale Arbeit, angemeldet und ordentlich abgesichert, das war im wichtig und davon ging er aus, als er seinen Vertrag unterschrieb. Vier Monate später löste sich diese vermeintliche Sicherheit in Luft auf. Während der Arbeit auf einer Baustelle in Stuttgart stürzte Mario Muzur von einem schlecht gesicherten Baugerüst. Er wurde umgehend in die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik in Tübingen gebracht und dort versorgt. Schon nach den ersten intensivmedizinischen Maßnahmen und Untersuchungen war klar: Mario Muzur wird zeitlebens querschnittsgelähmt bleiben.

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