Direkt zum Inhalt
Katholische Betriebsseelsorge
Diözese Rottenburg-Stuttgart
Ketteler
Copyright Hinweis

ZASS

Neuigkeiten
Montag, 7. Oktober 2019 - 15:26

Aktiv für Solidarität in der Arbeitswelt: Kettelerpreis 2019 - jetzt abstimmen!

Hier geht es zum Voting: http://www.kettelerpreis.de/

Am 30. November 2019 verleiht die „Stiftung Zukunft der Arbeit und der sozialen Sicherung“ der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands in Erfurt zum siebten Male den mit 5.000 Euro dotierten Kettelerpreis. Ausgezeichnet werden Personen, Projekte und Initiativen, die sich aktiv für Solidarität in der Welt der Arbeit einsetzen. Bis zum 31. Oktober kann online für den Favoriten gevotet werden. Der Kettelerpreis 2019 steht unter dem Thema "Engagiert für Solidarität im Arbeitsleben!"

Nominiert ist u.a. Prälat Peter Kossen, der sich seit vielen Jahren durch politisches Engagement und die Unterstützung von konkreten Hilfs- und Beratungsangeboten mit den hier lebenden Arbeitsmigrant*innen vor allem aus Osteuropa einsetzt 
Darüber hinaus ist es ihm ein Anliegen, betroffenen Arbeitnehmer*innen auch direkte Hilfen zukommen zu lassen. So unterstützte er die unentgeltliche arbeitsrechtliche Beratung für Arbeitsmigrant*innen, die das „Netzwerk für Menschenwürde in der Arbeitswelt“ für einige Jahre ehrenamtlich angeboten hat, und setzte sich anschließend für die Einrichtung einer öffentlich geförderten Beratungsstelle ein. 
Kossens neueste Initiative ist die Gründung des Vereins „Aktion Würde und Gerechtigkeit“, dessen Zweck neben politischer Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit durch arbeitsrechtliche Beratung der Betroffenen und Unterstützung bei behördlichen Angelegenheiten verwirklicht wird. 

Ebenfalls nominiert ist das Projekt „Respekt“ von KAB und katholischer Betriebsseelsorge in der Region Heinsberg im Bistum Aachen. Nach Schweizer Vorbild zeigt es sich solidarisch mit meist Frauen, aber auch Männern aus Osteuropa, die hier als Wanderarbeiter*innen oder in der 24-Stunden-Betreuung pflegebedürftiger Menschen tätig sind. Fast 75 Prozent von ihnen sind nach eigenen Erhebungen von „Respekt“ illegal oder als Scheinselbständige tätig. 
Ziel des Projekts ist es, die Arbeits- und Lebensbedingungen für diese Menschen kurzfristig zu verbessern, zugleich Politik und Gesellschaft auf die Missstände hinzuweisen und so für die Zukunft nachhaltig Forderungen umzusetzen, etwa nach einer gerechten Entlohnung in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen mit Verträgen, in denen Probezeit und Kündigungsfrist ebenso enthalten sind wie eine Regelung für Arbeits- und Urlaubszeiten und eine genaue Arbeitsplatzbeschreibung.  

Der 2007 gegründete Verein FEMNET e.V., ebenfalls nominiert, setzt sich mit solidarischer Arbeit, politischem Engagement sowie mit Bildungs- und Beratungsarbeit hierzulande für die Rechte der Frauen ein, die unsere Kleidung nähen. Der Verein fordert, dass Unternehmen Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und die Politik verbindliche Regeln schafft, die Rechte der Arbeiterinnen zu schützen und Rechtssicherheit zu garantieren.