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Katholische Betriebsseelsorge
Diözese Rottenburg-Stuttgart
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Betriebsseelsorge-Schild
Leitung
Solidarität
7.4.2020

Gemeinsam durch diese Zeit

Ein Wort der Betriebsseelsorge in den Tagen der Corona-Pandemie

Liebe Kolleg*innen in der Arbeitswelt. Seelsorge, die Sorge um das
Wohlergehen der Menschen, lebt von Begegnung. Auch die Arbeit von uns
Betriebsseelsorger*innen. Es ist in diesen Tagen der Corona-Pandemie
eine schmerzliche Erfahrung für uns alle, die vertrauten Kontakte mit
Euch Kolleg*innen in den Betrieben, Gewerkschaften und
Bündnisorganisationen nicht in gewohnter Weise pflegen zu können. Uns
fehlen die Gespräche von Angesicht zu Angesicht, das gemeinsame Sorgen
teilen genauso wie das gemeinsame Lachen, die geschwisterliche Umarmung
wie das Schulterklopfen als Anerkennung für das, was erreicht werden
konnte, die gemeinsame Organisation von Widerstand gegen all das, was
Menschen in der Arbeitswelt ihrer Würde beraubt.

Die Beschränkungen des öffentlichen Lebens zum Schutz unserer Lieben
und zur Verhinderung eines dramatischen Anstiegs der Infektionszahlen
haben auch uns Betriebsseelsorger*innen seit Mitte März zu einem
weitgehenden "Lockdown" gezwungen. Wir haben unsere Arbeit ins Büro oder
Homeoffice verlegen müssen und versuchen, so gut es geht, via Telefon
oder Mail für Eure Anliegen da zu sein und miteinander diese
herausfordernde Zeit zu meistern. Wir hören zu, ermutigen, unterstützen,
geben Hinweise und versuchen Perspektiven aufzuzeigen.

Vielen von Euch wird in diesen Tagen außergewöhnliches abverlangt. Die
Zahl der Arbeitnehmer*innen in Kurzarbeit steigt deutlich an, manche
abgefedert durch eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes durch ihren
Arbeitgeber. Anderen droht die Entlassung und damit der Fall in eine
ungewisse Zukunft. Es zeigt sich einmal mehr, wie wichtig starke
Gewerkschaften, engagierte Betriebsratsgremien und verantwortliche
Sozialpartner sind, die durch Instrumente wie das Kurzarbeitergeld oder
tarifliche Vereinbarungen dafür sorgen, dass so wenig arbeitende
Menschen wie möglich unter die Räder kommen.

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Hier geht es zur spanischen Fassung des Textes: