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Katholische Betriebsseelsorge
Diözese Rottenburg-Stuttgart
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Leitung

#ausgeliefert: Aktionstage bei Amazon

Prekäre Arbeitsbedingungen bei Transport und Zustellung im Fokus
01.- 04. 09 2021

Mit bundesweiten Aktionstagen vom 1. bis 4. September 2021 machten die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), der DGB sowie mehrere Beratungsnetzwerke unter dem Hashtag #ausgeliefert auf die prekären Arbeitsbedingungen von Zustellerinnen und Zustellern sowie Lkw-Fahrerinnen und Lkw-Fahrern bei Amazon aufmerksam. Bei den Aktionen, die an mehr als zwei Dutzend Standorten stattfanden, wurden Betroffene auch beraten und über ihre Rechte aufgeklärt, und zwar in verschiedenen Sprachen. An den Aktionstagen beteiligten sich am 1. September in Pforzheim neben ver.di auch das Beratungsnetzwerk „Faire Mobilität" und Mitarbeiter der Katholischen Betriebsseelsorge Rottenburg-Stuttgart.

Zur Aktion #ausgeliefert befragt, antwortete Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied: "„Aus Gesprächen mit der DGB-Beratungsstelle ‚Faire Mobilität‘, wissen wir um gravierende Missstände bei Transport und Zustellung: LKW-Fahrer, die Logistikzentren von Amazon beliefern, arbeiten in der Regel für Subunternehmer, die ihr Geschäft formal in Osteuropa zulassen. Fahrer berichten, dass Subunternehmer sie zu einem Großteil in Spesen bezahlen und sie somit um den Mindestlohn und den Sozialversicherungsschutz bringen, der ihnen aber nach deutschem Recht zusteht. Wir erwarten, dass die Bundesregierung diesen unhaltbaren Zuständen und ausbeuterischen Bedingungen ein Ende macht. Das Arbeitsschutzkontrollgesetz in der Fleischindustrie hat gezeigt, dass der Gesetzgeber sehr wohl politische Rahmenbedingungen schaffen kann, die zu einer Verbesserung der Lage der Beschäftigten führen. Mehr Kontrollen und Regulierung würden der Branche und vor allem den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern weiter helfen.“

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