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Katholische Betriebsseelsorge
Diözese Rottenburg-Stuttgart
BS Biberach Politisches Nachtgebet recht und billig?
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Julia Blessing (ÖMA Biberach)

Biberach

Politisches Nachgebet: Recht und billig?

Politisches Nachtgebet am 11. September – „Recht und billig?“
Das Politische Nachtgebet am 11. September 2022 widmete sich dem Thema Gerechtigkeit und Arbeit. Arbeit soll in vielen Bereichen „recht und billig“ sein, aber ist sie auch gerecht?
In unserer vielfältigen Arbeitswelt vollzieht sich momentan ein großer Wandel. Überall herrscht Fachkräfte- und Personalmangel. Darunter leiden nicht nur die bisherigen Strukturen, sondern oft auch eine faire Bezahlung und faire Bedingungen am Arbeitsmarkt. Im Nachtgebet sollen diese Aspekte mithilfe aktueller Fallbeispiele Raum bekommen. Erfahrungen aus der Migrationsarbeit und aus der Betriebsseelsorge fließen mit ein.
Beim Politische Nachtgebet sollen die verschiedenen Anliegen Gehör finden. Wir alle sind Teil dieser Gesellschaft und müssen lernen, Verantwortung zu übernehmen und uns für mehr Gerechtigkeit einzusetzen, da diese Welt uns alle etwas angeht.
Für das Nachtgebet kooperieren Ökumenische Migrationsarbeit Biberach, Katholische Betriebsseelsorge Biberach, sowie die ev. Kirchengemeinde in Ummendorf.

Die Powerpoint-Präsentation zum Thema: Faire Arbeitsbedingungen für alle wurde von Julia Blessing und Elisa Sachs von der Ökumenischen Migrationsarbeit (ÖMA) Biberach erstellt.

Wolfgang Horstmann, Mohammad Khallouf und Betriebsseelsorgerin Hermine Burger beim Anspiel über die Arbeitsbedingungen im Paketdienst

Die schwierigen Arbeitsbedingungen der Paket-, Express- und Kurierdienste wurden im Anspiel deutlich: unbezahlte Überstunden, hohe körperliche und psychische Belastungen, oft wird ohne Arbeitsvertrag gearbeitet, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, kein Urlaubsgeld, ....

Die Betriebsseelsorge macht durch das Anspiel auf die Arbeitsbedingungen der Zustelldienste aufmerksam.

Rosi Thoma von der Lebenshilfe Biberach erzählt von ihren Berufswünschen und berichtet aus ihrem Arbeitsleben als behinderte Frau.

Das Video wurde erstellt von Stephanie Schmid (Lebenshilfe Biberach)

Julia Blessing und Elisa Sachs von der Ökumenischen Migrationsarbeit (ÖMA) Biberach berichten von den Schwierigkeiten eines geflüchteten Menschen eine unbefristete Arbeitserlaubnis in Deutschland zu bekommen.
Am Beispiel von Sheriffo aus Gambia wird deutlich wie schwierig es für Menschen in Deutschland ist, eine unbefristete Arbeitserlaubnis zu bekommen.

Die Geschichte von Sheriffo ist kein Einzelfall. Es gibt so viele Hürden, die Menschen in den Weg gelegt werden, die hier ein neues Leben beginnen wollen. Auch wenn nicht jeder Geflüchteter eine Fachkraft ist, würde es sich lohnen, diese Zugewanderten als potentielle Arbeitskräfte und auch als Bereicherung zu sehen.  

Vielfalt wird immer ein Teil von Deutschland sein, wir sollten sie als Ressource wahrnehmen und bewusst in Wirtschaft und Gesellschaft einbinden.