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Katholische Betriebsseelsorge
Diözese Rottenburg-Stuttgart
Warnstreik
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KT

Aalen
10.3.2025

Warnstreiks im öffentlichen Dienst

Mehr Geld und Anerkennung gefordert

In der vergangenen Woche haben in Mutlangen und Ellwangen rund 400 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen gestreikt. Vor dem Stauferklinikum Mutlangen und der Virngrundklinik Ellwangen machten Mitarbeitende aus Kliniken, Stadtverwaltungen, Bauhöfen und Stadtwerken mit Trillerpfeifen, Schildern und Redebeiträgen auf ihre Anliegen aufmerksam.

Die Gewerkschaft Verdi fordert eine Lohnerhöhung von 8 Prozent, mindestens aber 350 Euro mehr, sowie 200 Euro zusätzlich für Auszubildende. Zudem sollen Zuschläge für Nacht-, Spät- und Wochenenddienste steigen. Trotz bereits zwei Verhandlungsrunden liegt von den Arbeitgebern noch kein Angebot vor.

"Ihr steht zu Recht hier!" – Mit diesen Worten wandte sich Karolina Tomanek, Betriebsseelsorgerin Ostwürttemberg, an die Streikenden. Sie sprach über die zunehmende Belastung und den steigenden Druck im Gesundheits- und Pflegebereich. Viele Beschäftigte seien ausgebrannt und fühlten sich nicht wertgeschätzt. Besonders Frauen seien betroffen – für sie gebe es am Internationalen Frauentag Blumen, aber keine fairen Löhne und geregelten Arbeitszeiten. „Die Blumen können wir uns selbst kaufen – was wir brauchen, sind bessere Arbeitsbedingungen!“, betonte sie.

Die Streikenden fordern eine echte Anerkennung ihrer Arbeit – nicht nur in Worten, sondern auch finanziell. Die nächsten Verhandlungen beginnen am 14. März in Potsdam. Bis dahin wollen die Beschäftigten weiterhin Druck machen.