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Katholische Betriebsseelsorge
Diözese Rottenburg-Stuttgart
su
Aalen
28.11.2025

Ein letztes Mal SubKULTan

Nach rund zehn Jahren intensiver gemeinsamer Arbeit, Begegnungen und Kreativität haben wir uns als Gruppe SubKULTan am vergangenen Mittwoch zum offiziell letzten Mal getroffen. Unser Beisammensein fand bei einem kleinen Weihnachtsessen in der Bierhalle in Aalen statt – ein warmherziger Moment, der uns noch einmal gezeigt hat, wie viel in dieser Zeit gewachsen ist.
Durch den Umbau des Hauses der Katholischen Kirche und den Wegfall unserer bisherigen Räume endet das Projekt nun offiziell. Auch wenn sich damit ein Kapitel schließt, bleibt das, was entstanden ist, lebendig.

SubKULTan war ein sozial-kulturelles Projekt der Betriebsseelsorge Aalen, das darauf ausgerichtet war, Menschen in herausfordernden Lebenslagen miteinander in Kontakt zu bringen, neue Formen der Teilhabe zu ermöglichen und sie in unserer bewegten Gesellschaft sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt stand nicht der theoretische Diskurs, sondern die praktische, kreative und gemeinschaftliche Erfahrung: miteinander arbeiten, gestalten, plaudern, ankommen, wachsen.

Mit Aktionen wie den stadtbekannten Hochbeeten, den verschiedenen gesellschaftskritischen Kunstinstallationen vor dem Haus der Katholischen Kirche, gemeinsamen Ausflügen und zahlreichen Gesprächen wurde SubKULTan zu einem Ort der Begegnung und der Ermutigung. Die Gruppe bot Menschen, die sich am Rand des Arbeitsmarkts oder der Gesellschaft befanden, einen Raum, in dem sie Wertschätzung, Gemeinschaft und neue Perspektiven erleben konnten.

Das Projekt – initiiert von Betriebsseelsorger i. R. Rolf Siedler und geleitet von Martin Jahn – wurde sogar mit dem Franziskuspreis ausgezeichnet. Eine Würdigung, die zeigt, wie sehr hier soziale Verantwortung, kulturelle Kreativität und menschliche Nähe zusammengefunden haben.

Wir hoffen, dass wir trotz der aktuellen Situation nicht den Kontakt zueinander verlieren. Dass wir auch weiterhin Wege finden, uns zu treffen, uns zu unterstützen und füreinander da zu sein.

SubKULTan endet als Projekt. Doch die Erfahrung von Gemeinschaft, Solidarität und kreativer Teilhabe, die hier gewachsen ist, bleibt. Sie hat Menschen gestärkt, Perspektiven geöffnet und Räume geschaffen, die in Erinnerung bleiben werden.